{"id":74,"date":"2015-04-14T22:50:27","date_gmt":"2015-04-14T20:50:27","guid":{"rendered":"http:\/\/land.jusosbamberg.de\/?p=74"},"modified":"2015-04-14T22:50:27","modified_gmt":"2015-04-14T20:50:27","slug":"jusos-bamberg-besichtigen-caritas-suchtberatungsstelle-in-bamberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/land.jusosbamberg.de\/?p=74","title":{"rendered":"Jusos Bamberg besichtigen Caritas Suchtberatungsstelle in Bamberg"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-75\" src=\"https:\/\/baland.jusosbamberg.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Caritas-Jusos-Hirschaid-300x169.jpg\" alt=\"caritas-jusos-hirschaid\" width=\"401\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/land.jusosbamberg.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Caritas-Jusos-Hirschaid-300x169.jpg 300w, https:\/\/land.jusosbamberg.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Caritas-Jusos-Hirschaid-768x432.jpg 768w, https:\/\/land.jusosbamberg.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Caritas-Jusos-Hirschaid-830x467.jpg 830w, https:\/\/land.jusosbamberg.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Caritas-Jusos-Hirschaid-230x129.jpg 230w, https:\/\/land.jusosbamberg.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Caritas-Jusos-Hirschaid-350x197.jpg 350w, https:\/\/land.jusosbamberg.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Caritas-Jusos-Hirschaid-480x270.jpg 480w, https:\/\/land.jusosbamberg.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Caritas-Jusos-Hirschaid.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/><\/p>\n<p>Am Dienstag, den 14. April 2015, organisierten die Jusos-Bamberg-Stadt eine Besichtigung, verbunden mit einer Gespr\u00e4chsrunde, in der Caritas Suchtberatungsstelle im Bamberger Stadtteil Geyersw\u00f6rth. Von den 15 Jusos fanden sich auch vier Vertreter aus dem Ortsverein Hirschaid zu einer Gespr\u00e4chsrunde mit dem Leiter der Beratungsstelle, Herrn Lorenz und dem in der JVA Ebrach t\u00e4tigem Sozialp\u00e4dagogen Herrn Hofmann ein.<\/p>\n<p>Herr Lorenz erl\u00e4uterte die Arbeit der Einrichtung folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<p>Man f\u00fchre sowohl kostenlose und anonyme Einzelgespr\u00e4che mit Betroffenen, wie auch Angeh\u00f6rigen, und betreibe aktuell zwei Sitzungsgruppen f\u00fcr Alkoholabh\u00e4ngige, sowie eine Gruppe f\u00fcr Eltern drogenabh\u00e4ngiger Kinder. Dabei seien 70% der F\u00e4lle mit Alkohol und 20% mit Bet\u00e4ubungsmitteln verbunden, w\u00e4hrend die restlichen 10% Betroffene von Essst\u00f6rungen oder etwa Spielsucht seien. So geh\u00f6re auch die Vermittlung an Suchtkliniken und Therapieeinrichtungen, sowie Besuche in den umliegenden Krankenh\u00e4usern zum Aufgabengebiet der P\u00e4dagogen. Dabei wiesen die beiden bewusst auf die aktuelle Entwicklung hin, dass immer mehr Klienten von ihrem Arbeitgeber zur Suchtberatungsstelle geschickt werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Neben der zentralen Beratungsstelle in Bamberg existiere zudem eine Au\u00dfenstelle in Forchheim, die sich haupts\u00e4chlich mit Gl\u00fcckspiel-Sucht auseinandersetze, welche erst 2001 offiziell als Sucht anerkannt wurde. Beratungen oder Pr\u00e4ventiv-Veranstaltungen an Schulen seien f\u00fcr die Caritas bedauerlicherweise nicht mehr gestattet. Dennoch zeigte sich Herr Lorenz ambitioniert und gab an, aus seiner Sicht beginne Pr\u00e4vention bereits im Kindergarten, indem Kindern in ihrem Selbstbewusstsein gest\u00e4rkt w\u00fcrden und lernen sollten \u201eNein\u201c zu sagen.<\/p>\n<p>Herr Hofmann berichtete \u00fcber seine T\u00e4tigkeit in der JVA Ebrach:<\/p>\n<p>Seine Hauptaufgabe sei die Betreuung drogenabh\u00e4ngiger H\u00e4ftlinge, wo nach seinen Aussagen die Mehrheit der Gefangen aus dem Osten des Freistaates bereits mit der Trend-Droge Crystal Meth in Ber\u00fchrung gekommen w\u00e4ren. Ein weiterer Trend seien Kr\u00e4utermischungen, die aufgrund st\u00e4ndig variierender Misch-Substanzen und Gesetzesl\u00fccken nur schwer zu verbieten seien.<\/p>\n<p>Herr Lorenz f\u00fcgte an, dass die klassische Drogenszene (bspw. Heroin) im Niedergang sei. Drogen mit Aufputsch-Effekt w\u00e4ren in der heutigen Leistungsgesellschaft wesentlich gefragter. \u00a0So st\u00fcnden\u00a0 gerade in Oberfranken, laut Polizei,\u00a0 80% der Verst\u00f6\u00dfe gegen das Bet\u00e4ubungsmittel in Verbindung mit Crystal Meth.\u00a0 Dieser etwa 2006 aufgekommene Trend erlebe zurzeit eine besorgniserregende Steigung, jedoch sei dagegen positiverweise die Quote der jugendlichen Raucher in den letzten Jahren um 10% zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p>Auf die Frage bez\u00fcglich einer Legalisierung von \u201eweichen Drogen\u201c warnte Herr Lorenz vor dem Trugschluss im Bezug auf die Bezeichnung \u201eweich\u201c, da beispielsweise der THC-Gehalt eines Joints durch die gezielte Z\u00fcchtung in den letzten 25 Jahren um das Zehnfache gestiegen sei und diese im Gegensatz zur Genusskonsumierung von Bier und Wein ausschlie\u00dflich der Wirkung wegen konsumiert w\u00fcrden. Zudem seien Zigaretten und Haschisch zu 90-95% ein Einstieg zum Konsum h\u00e4rterer Drogen.<\/p>\n<p>Trotz umfassender Bem\u00fchungen den Betroffenen wieder eine sichere Balance zu verleihen, was v.a. bei abh\u00e4ngigen Jugendlichen essentiell sei, gab Herr Lorenz zu, dass die Caritas trotz steigender Nachfrage nur die Spitze des Eisbergs abdecken k\u00f6nne. So betreue man durchschnittlich circa 520 Klienten im Jahr. In der JVA Ebrach f\u00fchre man \u00fcber 1000 Einzelgespr\u00e4che j\u00e4hrlich, wobei man gezielt darauf hinwies, dass die Erfolgsquoten in Haft und au\u00dferhalb in etwa gleich seien und eine positive Tendenz aufzeigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Auch die Jusos Hirschaid m\u00f6chten sich f\u00fcr die M\u00f6glichkeit die Beratungsstelle besichtigen zu k\u00f6nnen, sowie f\u00fcr die Organisation durch Falko Tesch und Sophia L\u00f6sche von den Jusos Bamberg-Stadt bedanken.\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Dienstag, den 14. April 2015, organisierten die Jusos-Bamberg-Stadt eine Besichtigung, verbunden mit einer Gespr\u00e4chsrunde, in der Caritas Suchtberatungsstelle im Bamberger Stadtteil Geyersw\u00f6rth. Von den 15 Jusos fanden sich auch vier Vertreter aus dem Ortsverein Hirschaid zu einer Gespr\u00e4chsrunde mit dem Leiter der Beratungsstelle, Herrn Lorenz und dem in der JVA Ebrach t\u00e4tigem Sozialp\u00e4dagogen Herrn Hofmann ein. Herr Lorenz erl\u00e4uterte die Arbeit der Einrichtung folgenderma\u00dfen: Man f\u00fchre sowohl kostenlose und anonyme Einzelgespr\u00e4che mit Betroffenen, wie auch Angeh\u00f6rigen, und betreibe aktuell zwei Sitzungsgruppen f\u00fcr Alkoholabh\u00e4ngige, sowie eine Gruppe f\u00fcr Eltern drogenabh\u00e4ngiger Kinder. Dabei seien 70% der F\u00e4lle mit Alkohol und 20% mit Bet\u00e4ubungsmitteln verbunden, w\u00e4hrend die restlichen 10% Betroffene von Essst\u00f6rungen oder etwa Spielsucht seien. 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